fsu - Brandschadensanierung

Brandschaden - Kompetent und fair saniert

Schnelle Hilfe im Falle eines Brandschadens


Im Falle eines Brandschadens gilt zunächst der Grundsatz: schnelle Hilfe ist doppelte Hilfe. Durch schnelles Eingreifen können Werte gerettet, Mensch und Umwelt geschützt, Kontamination unbeschädigter Bereiche verhindert und Folgeschäden vermieden werden.

Alle fsu-Mitgliedsfirmen sind über Notrufzentralen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr erreichbar und bei jeder Art von Brandschaden schnell vor Ort, um Sofort- und Notmaßen einzuleiten und den Geschädigten kompetent zur Seite zu stehen. Die anschließende Brandschadensanierung wird  in enger Absprache mit den allen Beteiligten, den Geschädigten, der Versicherungswirtschaft und ihren Sachverständigen, geplant und durchgeführt.

Basis der Sanierung von Brandschäden: Richtlinien und Know-How

Wichtigste Grundlage für die Brandschadensanierung ist das fsu-Sanierungshandbuch. Das Handbuch basiert auf den Vorschriften und Regeln des DGUV Regel 101-004 (bisher BGR 128) und den VdS Richtlinien 2217 und 2357. Im Hinblick auf die Sicherheit von Mensch und Umwelt gilt der Gefährdungseinschätzung nach VdS 2357 besondere Aufmerksamkeit.

Zur Erfüllung dieser Anforderungen sowie der Sanierungsaufgaben bedarf es einer entsprechenden Qualifikation und umfassenden, praktischen Erfahrungen. Die Experten der fsu-Mitgliedsfirmen bringen nicht nur das erforderliche technische Know-how und die nötige Erfahrung mit, sondern auch menschliche und organisatorische Kompetenzen. Hierfür sorgen nicht zuletzt, die vom fsu angebotenen Aus- und Weiterbildungen (siehe "fsu-Sanierungsleiter"). Alles zusammen dient dem Schutz von Mensch und Umwelt und ist Basis für eine effektive wirtschaftliche Sanierung, die alle Beteiligten – vom Geschädigten über die Versicherung bis zum Sachverständigen – einbezieht.

Gefährdungseinschätzung nach VDS-Richtlinie 2357

Laut VdS 2357, Absatz 3, "Gefährdungseinschätzung und Maßnahmen nach dem Brand" sind vor der Erstbegehung einer Brandschadenstelle alle Informationen einzuholen, die zu einer vorläufigen Einstufung in die Gefahrenbereiche (GB 0 bis GB 3) beitragen können.

Entscheidend für die entstandene Schadstoffmenge auf der erkalteten Brandstelle sind die Art und Menge des Brandgutes, der Brandverlauf und die Abführung des Brandrauches. Diese Fakten prägen das Brandbild. Unter Berücksichtigung der sich hieraus ergebenden Zusammenhänge lassen sich die Gefahrenbereiche für die Schadenstelle definieren. Die Gefährdungseinschätzung ist durch den Regulierungsbeauftragten, durch die hinzugezogenen Sachverständigen oder durch Fachleute der Sanierungsunternehmen vorzunehmen. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass die Einschätzung gegebenenfalls korrigiert werden kann. Entweder in einen niedrigeren Gefahrenbereich oder in einen höheren, dies ist dann der Fall, wenn im Zuge der Erstbegehung oder auch bei der Sanierung Brandgut mit höherem Gefahrenpotenzial angetroffen wird, das zuvor nicht erkannt wurde. Oder wenn sich im zeitlichen Ablauf bzw. bei Verzögerungen von Aufräumungs- und Sanierungsarbeiten unkontrolliert biologische und/oder chemische Schadstoffe aus dem Brandgut bilden. Die Gefahrenbereiche definieren sich gemäß VdS 2357 wie folgt:

Gefahrenbereich O

Brände, bei denen nur kleine Mengen Material verbrannt sind, z.B. Papierkorbbrand, Kochstellenbrand, Brand eines Kerzengestecks mit räumlich begrenzter Ausdehnung und mit auf den Brandbereich beschränkter Brandverschmutzung.

Gefahrenbereich 1

Brände, bei denen lediglich allgemein übliche Mengen an chlor- oder bromorganischen Stoffen, insbesondere PVC, beteiligt waren oder bei denen auf Grund des Brandbildes keine gravierende Schadstoffkontamination auf der Brandstelle zu erwarten ist.

Der Gefahrenbereich 1 wird unterteilt in:

GB 1a     Ausgedehnte Brände im Wohnbereich, z.B. Küchen-, Zimmer-, Wohnungs-, Keller- und Dachraumbrände
GB 1b     Brände in Öffentlichen Gebäuden, z.B. Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern
GB 1c     Brände im gewerblichen und Industriebereich

Gefahrenbereich 2

Brände gemäß GB 1 a bis c, an denen größere Mengen an chlor- oder bromorganischen Stoffen, insbesondere PVC (z.B. stark belegte Kabeltrassen, PVC-haltige Lagermaterialien), beteiligt waren, bei denen auf Grund des Brandbildes und des Brandablaufes eine gravierende Schadstoffkontamination auf der Brandstelle wahrscheinlich ist.

Gefahrenbereich 3

Brände im gewerblichen und industriellen Bereich mit Beteiligung von größeren Mengen kritischer Stoffe, die als Roh-, Hilfs- oder Betriebsstoffe eingesetzt waren, sowie weiterer giftiger oder sehr giftiger Stoffe im Sinne der Gefahrstoffverordnung, wie z.B.:

> Polychlorierte Biphenyle (PCB), derzeit noch enthalten in elektrischen Betriebsmitteln, wie Transformatoren und Kondensatoren.
> Pentachlorphenol (PCP) als Bestandteil von Holzschutzmitteln und Holzimprägnierungsmitteln, soweit größere Gebinde betroffen sind.
> Pflanzen- und Vorratsschutzmittel in größeren Gebinden.
> Kritische biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppe 3 oder 4 im Sinne der Biostoffverordnung.

Rund um die Uhr in Bereitschaft

Alle fsu-Mitgliedsfirmen sind rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr über Notrufzentralen erreichbar.

Die Spezialisten sind Tag und Nacht einsatzbereit und schnell vor Ort, um Sofort- und Notmaßnahmen einzuleiten. Hierbei wird unterschieden in

> Allgemeine Erstmaßnahmen, d.h. Festlegung der Schadenparameter zur Einhaltung behördlicher Auflagen, Schließung von Leckagen an wasser- und gasführenden Anschlüssen, Räumung von Zugängen und Wege, Absperrung der Brandstelle, Notbedachung, Diebstahlschutz etc.

> Erstmaßnahmen bei Einrichtungen, Maschinen und Vorräten, d.h. größere Wassermengen durch Absaugen oder Wischen entfernen, Einrichtung, Maschinen und Vorräte durch Abdecken vor dem Eindringen von Wasser schützen, Trockner und ggf. Warmluftgeräte aufstellen, u.a. zur Verhinderung von Korrosion bei metallischen Oberflächen, durch Reduzierung der relativen Luftfeuchtigkeit (möglichst unter 25%), etc.

> Erstmaßnahmen bei elektronischen und elektrischen Geräten und Anlagen, d.h. eine weitere Verbreitung von Ruß und eventuell toxischer Stoffe durch Abschottungen und Abplanungen verhindern, Absaugen loser Brandverschmutzungen, metallische Oberflächen mit Korrosionsschutz vor weiteren Korrosionsschäden schützen, mobile Geräte und Anlagen in trockene, nicht brandgasbeaufschlagte Bereiche auslagern, Datensicherung etc.

Kompetent, menschlich und im Sinne der Umwelt übernehmen die fsu-Mitglieder das Schadensmanagement.

In enger Abstimmung mit den Schadenregulierern und der Versicherung erfolgt die Ausarbeitung eines fachgerechten Sanierungskonzeptes.