fsu - Schadstoffsanierung

Sanierung von Schadstoffen

fsu - Sanierung von Schadstoffen


Schadstoffe entstehen entweder als Folgeschäden oder sind bereits bauseits vorhanden (z.B. Asbest). Gemeinsam haben alle Schadstoffe, dass es sich um gesundheitsgefährdende Substanzen handelt, deren Beseitigung und Entsorgung Spezialisten überlassen werden muss.

fsu-Mitgliedsunternehmen führen seit 1988 im gesamten Bundesgebiet u.a. Asbestsanierungen sowie zunehmend KMF-Sanierungen (künstliche Mineralfasern) und PCB/PCP-Sanierungen (Polychlorbiphenyl bzw. Pentachlorphenol) durch. Kunden profitieren von umfangreichen Erfahrungen, die fsu-Mitglieder auf der Grundlage der entsprechenden arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen – der Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 519 bzw. 521) sowie der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) – zur Anwendung bringen. Auch hier sind Sorgfalt und Nachhaltigkeit die obersten Gebote, um Mensch und Umwelt vor Belastungen zu schützen.

Grundlagen der Sanierung

Asbest

Bei Asbestsanierungsarbeiten werden zwangsläufig gefährliche Asbestfasern freigesetzt. Der gesamte Arbeitsbereich muss deshalb bei einer Sanierung durch ein Unterdrucksystem von der Umgebung abgeschottet werden und darf nur durch abgeriegelte Schleusensysteme betreten oder verlassen werden. Die dafür, nach der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) erforderlichen Schutzmaßnahmen und organisatorischen Voraussetzungen, sind in der TRGS 519 (Technischen Regeln für Gefahrstoffe) "Asbest; Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten" zusammengefasst. Asbest wurde bis zum Einbauverbot (Deutschland 1984, EU 2005) dank seiner Widerstandsfähigkeit u.a. gegen Feuer zum Brandschutz in Gebäuden und Anlagen eingesetzt. Die Entsorgung von Asbest wird ausschließlich auf Sonderdeponien mit Zulassung durchgeführt.

KMF

Bei Abbruch-, Demontage- und Umbauarbeiten stößt man oft auch noch auf KMF-Produkte (künstliche Mineralfasern) in Gebäuden und Anlagen. Diese Produkte wurden bis zum Verbot (1996) für Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutzisolierungen verwendet. Zum Umgang beim Ausbau/Rückbau der KMF, sind die Grundlagen der GefStoffV, der TRGS 521 "Sanierung von KMF-Faserstäuben" sowie die Unfallverhütungsvorschriften zu berücksichtigen. KMF-Altlasten dürfen ausschließlich auf Sonderdeponien entsorgt werden.

PCB

PCB (Polychlorierte Biphenyle) im Baubereich sind u.a. in dauerelastische Dichtungsmassen, Farb- und Brandschutzanstrichen, Klebstoffen sowie Vergussmassen zu finden. Herstellung und Anwendung von PCB wurde 1978 zuerst in offenen Systemen und 1989 generell verboten. Seit Ende der Übergangsfrist 1999 müssen PCB-Altlasten gemeldet und als Sondermüll entsorgt werden.

PCP

PCP (Pentachlorphenol) gehört in die Gruppe der toxischen Stoffe, die bis zum Verbot in Deutschland in den 80er Jahren u.a. als Holz-, Textil- und Lederkonservierungsmittel sowie als Desinfektionsmittel in industriellen Bereichen und im Baubereich Verwendung fanden. Die Verwendung und der Einbau von PCP wurde im Jahr 2001 weltweit verboten. Die Sanierung von kontaminierten Gebäuden erfolgt auf Grundlage der GefStoffV und erfordert in der Regel vorab eine chemischen und technischen Analyse, damit die notwendigen Maßnahmen für den Ausbau und die Entsorgung von PCP umgesetzt werden können und dürfen.

Gefährdungseinschätzung

Asbest

Asbest bezeichnet eine Gruppe von mineralischen Fasern, die in bestimmten Gesteinen vorkommen. Die Gefahren von Asbest auf die Gesundheit sind seit den 20er Jahren bekannt. Die gesundheitlichen Risiken dieses Baustoffes wurden bereits 1942 als berufsbedingte Erkrankung anerkannt. Weiterhin wurden erhöhte Sicherheitsvorschriften für den Umgang erlassen und Asbest gehört nach §35 der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) zu den krebserzeugenden Gefahrstoffen, mit denen Arbeitnehmer, nach §15a GefStoffV, nicht mehr ausgesetzt werden dürfen.

KMF

KMF ist die Sammelbezeichnung für künstlich hergestellte Mineralfasern mit  unterschiedlichen Zusammensetzungen und Größen. KMF-Fasern können über den Atemtrakt in den Körper gelangen und haben ein krebserzeugendes Potential. Es werden Reizungen der Atemwege, der Haut und der Augen erzeugt.

PCB

PCB hat eine geringe akute Toxizität, wohingegen eine chronische Toxizität schon bei geringen Mengen festzustellen ist. In PCB belasteten Gebäuden kann es zu einer erhöhten Innenraumbelastung kommen. Bei Personen, die sich in diesen Räumen aufhalten, konnten teilweise erhöhte PCB-Werte im Blut nachgewiesen werden. Die PCB-Richtlinie kennt zwei Grenzwerte für PCB: den Vorsorge- und den Grenzwert (300 bzw. 3000 ng/m³ Raumluft). In Räumen mit über 300 ng/m³ ist nach Möglichkeit der Grund der Belastung zu beseitigen und der Raum sollte stets möglichst gut gelüftet werden, um die Konzentration so gering wie möglich zu halten. Räume mit über 3000 ng/m³ müssen sofort saniert werden.

PCP

PCP zählt zu den organisch giftigen Stoffen und ist ein krebserzeugendes, erbgutveränderndes und fortpflanzungsgefährdendes Zellgift.

Erstmaßnahmen/Sanierungskonzept

Alle fsu-Mitgliedsfirmen sind rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr über Notrufzentralen erreichbar.

Die Spezialisten sind Tag und Nacht einsatzbereit und schnell vor Ort, um Sofort- und Notmaßnahmen einzuleiten. Hierbei wird unterschieden in:

> Allgemeine Erstmaßnahmen, d.h. Festlegung der Schadenparameter zur Einhaltung behördlicher Auflagen.

> Erstmaßnahmen bei Einrichtungen und Maschinen.

> Erstmaßnahmen bei elektronischen und elektrischen Geräten und Anlagen.

Kompetent, menschlich und im Sinne der Umwelt übernehmen die fsu-Mitglieder das Schadensmanagement.

In enger Abstimmung mit den Schadenregulierern und der Versicherung erfolgt die Ausarbeitung eines fachgerechten Sanierungskonzeptes.