fsu - Qualifizierungsoffensive

Qualifikation sichert Qualität


Basis der Qualitätssicherung ist eine umfassende Ausbildung der Mitarbeiter. Hier bietet der fsu seinen Mitgliedern verschiedene Möglichkeiten. Ein wichtiger Baustein ist die Ausbildung zum fsu-Sanierungsleiter. Schulungen, Seminare und Fachtagungen sorgen nicht nur für kontinuierliche Weiterbildung, sondern auch für einen fachlichen Austausch und Synergien in der Branche.

fsu-Sanierungsleiter. Geprüft und für gut befunden

Sanierungsleiter fsu

Der fsu hat die anerkannte Aus- und Weiterbildungsmaßnahme "fsu-Sanierungsleiter" konzipiert, die mit einer Prüfung vor einem neutralen Ausschuss abschließt. Nur wer besteht, darf sich auch "fsu-Sanierungsleiter" nennen. Basis für die Aus- und Weiterbildungsmaßnahme ist der Inhaltsleitfaden des fsu-Sanierungsleiter-Handbuch.

Der "fsu-Sanierungsleiter" spielt auch eine wichtige Rolle bei der Mitgliedschaft im fsu. Prämisse einer neuen Mitgliedschaft ist, dass mindestens drei Mitarbeiter die Prüfung zum "fsu-Sanierungsleiter" ablegen. Diese Regel gilt aber nicht nur bei einer Neuaufnahme. Grundsätzlich müssen zu jedem Zeitpunkt der Mitgliedschaft mindestens drei Mitarbeiter über die Qualifikation "fsu-Sanierungsleiter" verfügen.

Sanierungsleiter-Handbuch nach Brand- und Wasserschäden

Basierend auf der Möglichkeit zur Mitarbeit bei der Formulierung der VdS Richtlinie 2357 konnte der fsu einen aktiven Beitrag für die Sicherheit und zum Schutz der Mitarbeiter der Sanierungsunternehmen, der Betroffenen im Schadensfall und der Umwelt leisten. Den Vorgaben der VdS 2357 folgend sowie unter Berücksichtigung der VdS 2217 und der DGUV Regel 101-004 (bisher BGR 128), hat der fsu umfassende interner Anweisungen für die Mitgliedsunternehmen erarbeitet und im Sanierungsleiter-Handbuch dokumentiert. Dieses entspricht dem derzeitigen Wissensstand aller zuständigen Gremien und wird gemäß dem Stand der Technik und den anerkannten Sicherheitsbestimmungen fortgeschrieben. Gleichzeitig bildet das Sanierungshandbuch die Basis für die internen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Die fachspezifischen Inhalte für die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen zur Einhaltung einer gleich bleibend hohen Güte und Qualität der Arbeiten unter Berücksichtigung eines erforderlichen Sicherheitsniveaus gliedern sich im Sanierungshandbuch wie folgt:

Grundlagen

1.    Chemie und Sanierung
2.    Brand- und Korrosionsvorgänge
3.    Werkstoffkunde
4.    Elektrotechnik
5.    Entsorgung

Rahmenbedingungen 

6.    Sicherheitsvorschriften/Arbeitsschutz
7.    Gefahrstoffe/Gefahrgut
8.    Personalführung
9.    Versicherungstechnische Fragen

Sanierung

10.    Erstmaßnahmen
11.    Gebäudebrandschäden
12.    Gebäudewasserschäden/Trocknung
13.    Elektronik
14.    Technische Anlagen und Vorräte
15.    Hausrat und Einrichtungen
16.    Gesundheitsgefährdende Stoffe
17.    Asbest

Verpflichtung zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit:

DGUV Regel 101-004 (bisher BGR 128) Kontaminierte Bereiche

Die berufsgenossenschaftlichen Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, die sogenannten BG-Regeln, führen die Inhalte verschiedener Vorschriften zusammen, wie die staatlichen Arbeitsschutzvorschriften (Gesetze und Verordnungen), berufsgenossenschaftliche Vorschriften (Unfallvorschriften), technische Spezifikationen und die Erfahrungen aus der berufsgenossenschaftlichen Präventionsarbeit. Sie richten sich in erster Linie an Unternehmer und sind eine Hilfestellung für die Umsetzung der staatlichen Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften. Sie dienen dazu, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu vermeiden. Werden die BG-Regeln von einem Unternehmen eingehalten und umgesetzt, sind die in den Unfallverhütungsvorschriften geforderten Schutzziele erfüllt.

Zur Vermeidung möglicher gegenseitiger Gefährdung, zur Koordinierung und zur lückenlosen sicherheitstechnischen Überwachung der verschiedenen Arbeiten insbesondere im Hinblick auf Gefahrstoffe fordert die DGUV Regel 101-004 (bisher BGR 128) für "Kontaminierte Bereiche" dass vom Bauherrn ein geeigneter Koordinator zu bestellen ist (bei mehreren Auftragnehmern) bzw. der Bauleiter des Unternehmens (bei nur einem Auftragnehmer) den Sachkundenachweis zu erbringen hat.

fsu Sachkundelehrgang nach DGUV Regel 101-004 (bisher BGR 128) Anhang 6a und 6b

Der fsu hat einen eigenen Sachkundelehrgang zur Sanierung von Brandschäden und Gebäudeschadstoffen nach DGUV Regel 101-004 (bisher BGR 128) Anhang 6b konzipiert, der speziell auf die Bedürfnisse der Mitgliedsfirmen zugeschnitten ist. Vorrangiges Ziel ist es, die Teilnehmer zu einer methodischen Herangehensweise an die Gefährdungsbeurteilung bei Arbeiten in kontaminierten Bereichen zu befähigen, damit die Auswahl der im Einzelfall angemessenen Schutzmaßnahmen sicher getroffen werden kann. Bestandteil des Lehrganges sind u.a. praktische Übungen mit Fallbeispielen unter Anwendung der CD "Gefahrstoff-Informationssystem WINGIS / GISBAU". Mit der Brandschadensanierung vertraute Dozenten binden aktuelle Schadens- und Sanierungsfälle als Beispiele in die Lehrinhalte ein; damit wird eine hohe Praxisnähe erreicht. Der Lehrgang wird nach berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen durchgeführt und wurde 2004 vom Fachausschuss Tiefbau anerkannt. Die Bildungsmaßnahme umfasst 32 Lehreinheiten und schließt mit einer Prüfung ab, die bundesweit gültig ist. Der Lehrgang richtet sich an Mitarbeiter von Sanierungsfirmen, Architektur-, Ingenieur- und Planungsbüros sowie Behörden und findet jeweils an zwei Wochenenden freitags und samstags statt. *

Lehrgangsinhalte:

  1. Überblick über die anzuwendenden Rechtsvorschriften, Grundsystematik
  2. Ermittlung und Beurteilung von Gefahren durch Gefahrstoffe und biologische Arbeitsstoffe
  3. Beispiele von Arbeiten in kontaminierten Bereichen (Übung zu exponierten Tätigkeiten)
  4. Sicherheitstechnische Maßnahmen und Einrichtungen
  5. Erste Hilfe, Hygiene, Arbeitsmedizin
  6. Arbeits- und Sicherheitsplan, Betriebsanweisung, Unterweisung
  7. Prüfung
  8. Personelle Anforderungen, Verantwortung und Haftung

* Termine auf Anfrage.

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