fsu - Fachlexikon

Abkürzungen und Begriffsbestimmungen


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(Entnommen Kapitel 7 der VdS 2357. Mit freundlicher Genehmigung der VdS Schadenverhütung GmbH, Köln)

A

Adsorption/adsorptiv: Anreicherung eines Stoffes an der Oberfläche eines Festkörpers durch Molekularkräfte (Adhäsion). Eine besonders starke Adsorptionswirkung zeigen fein verteilte und poröse Stoffe, wie Ruß und Feinstaub, wegen ihrer großen inneren Oberfläche (z.B. Aktivkohle bis zu 500 m²/g).

Aromaten: Unter Aromaten wird die Klasse der aromatischen Verbindungen verstanden, deren bekanntester Vertreter Benzol samt seinen Abkömmlingen und Kondensationsprodukten ist. Das gemeinsame Bauprinzip der Moleküle sind planare Ringsysteme mit nicht lokalisierten Doppelbindungen.

Atemschutzgeräte und Filter: Bei Atemschutzgeräten wird zwischen von der Umgebungsluft unabhängigen (z.B. Pressluftatmer) und abhängigen Geräten (z.B. Filtergeräte) unterschieden. Für die Brandschadensanierung empfehlen sich im Wesentlichen die Filtergeräte. Bei ihnen verhindern Atemanschlüsse den Kontakt der Atmungsorgane bzw. Gesichtspartien zu der Umgebungsatmosphäre und dienen außerdem als Filteranschluss. Die Atemanschlüsse werden in Voll- bzw. Halbmasken und filtrierende Halbmasken, die Filter in Gas-, Partikel- und Kombinationsfilter unterschieden.
Gasfilter werden zum Schutz vor Gasen und Dämpfen benötigt, die entweder durch physikalische Bindung (Adsorption) oder durch chemische Umsetzung am Filtermaterial aus der Umgebungsluft entfernt werden. Die Gasfilter werden sowohl nach Typen (z.B. Gasfiltertyp A, Kennfarbe braun, geeignet für organische Gase und Dämpfe) als auch in Klassen nach der Größe ihres Aufnahmevermögensfür Schadgase (1 = klein, 2 = mittel, 3 = groß) eingeteilt.
Partikelfilter dienen zum Schutz vor unerwünschten Feststoffteilchen (Stäube, Rauch). Sie werden nach der Höhe ihres Rückhaltevermögens als Partikelfilterklassen (P1 bis P3) gekennzeichnet. Kombinationsfilter eignen sich zum Schutz gegen Gase, Dämpfe und Partikel. Sie bestehen aus einem Gasfilterteil und einem davor angeordneten Partikelfilterteil. Die Bezeichnung A2-P3 kennzeichnet beispielsweise einen Kombinationsfilter desTyps A (organische Dämpfe) und der Gasfilterklasse 2 (entspricht einer maximalen Schadstoffkonzentration von 0,5 Vol. %) mit einem integrierten Partikelfilter der Partikelfilterklasse P3 (Rückhaltevermögen groß).

Akute und chronische Toxizität: Man unterscheidet bei der Toxizität (Giftigkeit eines Stoffes) zwischen akuter Toxizität (Giftwirkung nach einmaliger oder kurzzeitiger Aufnahme) und chronischer Toxizität (Giftwirkung nach wiederholter Aufnahme während längerer Zeit), wobei auf der kalten Brandstelle die Bedeutungder chronischen Toxizität überwiegt.

B

Biologische Arbeitsstoffe: Im weitesten Sinne handelt es sich dabei um Mikroorganismen, die Infektionen, sensibilisierende oder toxische Wirkungen hervorrufen können. Der Begriff der biologischen Arbeitsstoffe ist abschließend in der BioStoffV* definiert.

Biologische Verfügbarkeit (Bioverfügbarkeit): Darunter wird die Verfügbarkeit von Schadstoffen für den menschlichen Organismus über die Blutbahn verstanden. Damit diese überhaupt eine Wirkung entfalten können, müssen die Schadstoffe entweder in einer verfügbaren Form aufgenommen oder im Körper entsprechend freigesetzt werden. Für Schadstoffe aus Brandschäden bedeutet dies, dass deren biologische Verfügbarkeit wegen der starken adsorptiven Bindung an Ruß in der Regel gering ist.

BioStoffV: Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitstoffen (Biostoffverordnung - BioStoffV). Die BioStoffV gilt für Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen einschließlich Tätigkeiten in deren Gefahrenbereich. Zweck der BioStoffV ist der Schutz der Beschäftigten vor der Gefährdung ihrer Sicherheit und Gesundheit bei diesen Tätigkeiten.

BGA: Bundesgesundheitsamt

Brandrauch: Brandrauch besteht aus Gasen, Aerosolen/Dämpfen und Partikeln. Während leichtflüchtige Stoffe an der Brandquelle im noch heißen Rauch gasförmig vorliegen, jedoch durch die starke Vermischung mit der Umgebungsluft bei der weiteren Ausbreitung und der damit verbundenen raschen Abkühlung der Rauchgase zu Aerosolen/Dämpfen kondensieren und zum Teil auch an Partikel adsorbieren, kondensieren schwererflüchtige Stoffe rascher bzw. liegen vorwiegend partikeladsorbiert vor. Die Ablagerung der Partikel und Aerosole ist abhängig von ihrer Größe bzw. Masse und die Abscheidung an Oberflächen ist von der Art der Oberfläche abhängig. Bereits in der heißen Phase finden beim Kontakt mit Oberflächen Abscheidungen statt, die mit weiterer Abkühlung des Brandrauches sich verstärken und aus Kondensaten und Partikeln (vorwiegend Ruß) bestehen.

D

De-Novo-Synthese: Reaktionen von in der Flammenhitze erzeugten Radikalen unter Bildung neuer Verbindungen mit vorwiegend aromatischer Struktur.

Dioxine: PCDD/PCDF - PHDD/PHDF bzw. TCDD 

E

EOX: Eluierbares (herauslösbares, auswaschbares) organisches Halogen

EPA: Environmental Protection Agency (amerikanische Umweltbehörde)

Extraktion: Herauslösen eines Stoffes aus einem Substanzgemenge durch ein Lösungsmittel (Extraktionsmittel)

G

Gefahrstoffe/Schadstoffe: Gefahrstoffe sind gemäß § 3 Abs. 1 GefStoffV* die in § 19 Abs. 2 ChemG (Chemikaliengesetz) bezeichneten Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, nämlich
a) gefährliche Stoffe und Zubereitungen nach § 3a sowie Stoffe und Zubereitungen, die sonstige chronisch schädigende Eigenschaften besitzen,
b) Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, die explosionsfähig sind,
c) Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, aus denen bei der Herstellung oder Verwendung Stoffe bzw. Zubereitungen nach a) oder b) entstehen/freigesetzt werden können,
d) Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, die erfahrungsgemäß Krankheitserreger übertragen können.
Schadstoffe im Sinne dieser Richtlinien können darüber hinaus Stoffe oder Stoffgemische (Reinstoff, Produkt, Erzeugnis, Rückstand, Reststoff, Abfall) sein, die bei Eintrag in Ökosysteme oder Aufnahme durch lebende Organismen oder an Sachgütern nachteilige Veränderungen hervorrufen können.


GefStoffV: Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (Gefahrstoffverordnung - GefStoffV). Zweck der GefStoffV ist es, durch Regelungen über die Einstufung, über die Kennzeichnung und Verpackung von gefährlichen Stoffen, Zubereitungen und bestimmten Erzeugnissen sowie über den Umgang mit Gefahrstoffen den Menschen vor arbeitsbedingten und sonstigen Gesundheitsgefahren und die Umwelt vor stoffbedingten Schädigungen zu schützen, insbesondere sie erkennbar zu machen, sie abzuwenden und ihrer Entstehung vorzubeugen.

H

Halogene/halogenorganische Verbindungen: Als Halogene (griech.: Salzbildner) bezeichnet man die chemischen Elemente Fluor, Chlor, Brom, Iod und Astat. Folglich versteht man unter halogenorganischen Verbindungen Kohlenstoffverbindungen, die neben funktionellen Gruppen wie Alkohol-, Aldehyd- oder Ketongruppen auch Halogene wie z.B. Chlor und Brom enthalten (z.B. Chlorkohlenwasserstoffe, Pentachlorphenol, Brombenzol).

K

Kongenere: Unter Kongeneren wird die Vielzahl von Einzelsubstanzen eines in Anzahl und Stellung unterschiedlich substituierten Grundkörpers, z.B. des p-Dibenzodioxins oder Dibenzofurans, verstanden. Bei gleicher Anzahl, aber verschiedener Stellung der Substituenten handelt es sich um Isomere.

Kontamination: Der Begriff stammt aus der Medizin und bedeutet Verseuchung mit schädlichen, insbesondere radioaktiven Stoffen. Teilweise wird auch heute noch umgangssprachlich von "verseuchtem" an Stelle von schadstoffbelastetem Boden, Wasser usw. gesprochen. Um die durch Mikroorganismen hervorgerufenen Seuchen eindeutig von einer "Schadstoffbelastung" abzugrenzen, sollte letztere ausschließlich als Kontamination bezeichnet werden.

Konzentrationsangaben: Im Zusammenhang mit Brandschäden sind grundsätzlich drei Arten von Konzentrationsangaben möglich. Die in einer entnommenen Probe enthaltene Schadstoffmenge kann entweder auf
- das Gewicht der Probenmenge,
- die Fläche, von der sie abgewischt wurde, oder
- das angesaugte Luftvolumen bezogen werden.
Übliche gewichts- bzw. massebezogene Konzentrationseinheiten:

1 ppm (part per million) = 1 mg/kg = 103 g/kg (m=milli)
1 ppb (part per billion) = 1 µg/kg = 106 g/kg (µ=mikro)
1 ppt (part per trillion) = 1 ng/kg = 109 g/kg (n=nano)
1 ppq (part per quadrillion) = 1 pg/kg = 1012 g/kg (p=piko)

Übliche oberflächenbezogene Konzentrationsangabe: ng/m2
Übliche volumenbezogene Konzentrationsangabe: pg/m3 bzw. ng/m3

Kreislaufwirtschaftsgesetz: Das "Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz - KrWG)" hat die Förderung der Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natürlichen Ressourcen und die Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen zum Ziel. Es unterscheidet zwischen "Abfällen zur Verwertung" und "Abfällen zur Beseitigung".
Gemäß der Auflistung in den verschiedenen Bestimmungsverordnungen (Bestimmungsverordnung besonders überwachungsbedürftige Abfälle, BestbüAbfV; Bestimmungsverordnung überwachungsbedürftige Abfälle zur Verwertung, BestüVAbfV) unterliegt die Entsorgung dieser Abfälle unterschiedlichen Nachweisverfahren. Die Durchführung der Verfahren wird in der Nachweisverordnung (NachwV) geregelt. Gewerbliche Erzeuger von "Abfällen zur Verwertung" unterliegen keiner Überlassungspflicht gegenüber den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern. Die thermische Verwertung ist bei Einhaltung definierter Kenngrößen abfallwirtschaftlich der stofflichen Verwertung gleichzusetzen.

L

LCKW: Leicht verdampfbare Chlorierte Kohlenwasserstoffe

M

MAK: Der MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration) gibt die höchstzulässige Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz an, die auch bei langfristiger Exposition (8 Stunden täglich, 40 Stunden wöchentlich) die Gesundheit nicht beeinträchtigt. Er wird von einer Kommission begründet und in einer Technischen Regel veröffentlicht.

N

NATO/CCMS: North Atlantic Treaty Organization/Committee of the Challenges of Modern Society

P

PAK - Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe: Sie entstehen bei unvollständiger Verbrennung organischen Materials. Einige Substanzen dieser Stoffklasse gelten als krebserzeugende Schadstoffe, wobei das Benzo(a)pyren als Leitsubstanz dient.

PCB - Polychlorierte Biphenyle: PCB fanden auf Grund ihrer Eigenschaften (u. a. Unbrennbarkeit, thermische Stabilität, chemische Resistenz) früher einen breiten Anwendungsbereich, z.B. als Isolier- und Kühlmittel oder Hydraulikflüssigkeiten. Da PCB herstellungsbedingt unterschiedlich hohe Mengen an PCDD/PCDF enthalten, wurde ihre Herstellung eingestellt (Verordnung über Verbote und Beschränkungen des Inverkehrbringens gefährlicher Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse nach dem Chemikaliengesetz, Chemikalien-Verbotsverordnung (ChemVerbotsV). Bei der thermischen Belastung von PCB im Temperaturbereich von 600 bis 900 °C können wie im Brandfall zusätzlich Dioxine und Furane gebildet werden.

PCDD/PCDF - Polyhalogenierte Dibenzo-p-dioxine und Dibenzofurane: Der Begriff "Dioxine" steht synonym für die 75 chlorierten p-Dibenzodioxine (PCDD) und im erweiterten Sinne auch für die 135 Dibenzofurane (PCDF); die gleiche Kongenerenanzahl analoger Bromverbindungen (PBDD/PBDF) ist möglich.
PHDD/PHDF: Unter Berücksichtigung aller gemischthalogenierten Dioxine und Furane (PHDD/PHDF) handelt es sich um über fünftausend Einzelverbindungen.

PCP - Pentachlorphenol: PCP wurde lange Zeit als wirksames Holzschutzmittel eingesetzt. Seit 1989 sind allerdings Herstellung, Vertrieb und Verwendung verboten (Verordnung über Verbote und Beschränkungen des Inverkehrbringens gefährlicher Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse nach dem Chemikaliengesetz, Chemikalien-Verbotsverordnung - ChemVerbotsV).

Pyrolyse (und Crackvorgänge): Als Pyrolyse wird die thermische Zerlegung/Zerstörung von Molekülverbindungen in organischen Stoffen unter Sauerstoffmangel verstanden. Wird die Pyrolyse in einem technischen Verfahren gezielt durchgeführt (z.B. Benzinherstellung), so wird in der Regel von Crackprozessen gesprochen.

S

Schadstoffe: Gefahrstoffe

T

TCDD: Das 2,3,7,8-Tetrachlor-dibenzo-p-dioxin (2,3,7,8-TCDD) stellt den bekanntesten und toxischsten Vertreter aus der Gruppe der PHDD/PHDF* dar.

TDI: Der TDI-Wert (tolerable daily intake = duldbare tägliche Aufnahme) gibt für nicht willentlich in die Umwelt eingebrachte Stoffe die tägliche Höchstdosis an, die auch bei lebenslanger Aufnahme ohne gesundheitlichen Einfluss bleibt, während der ADI-Wert (acceptable daily intake = annehmbare tägliche Aufnahme) nur auf bewusst in die Umwelt eingebrachte Stoffe, z.B. Pflanzenschutzmittel, anwendbar ist.
Für die Ermittlung des TDI-Wertes von 2,3,7,8-TCDD* wurde in Tierversuchen mit Ratten zunächst eine Grenzdosis ermittelt, die bei täglicher Verfütterung weder funktionelle Störungen noch strukturelle Veränderungen am Versuchstier verursacht. Diese Konzentration wird als NOEL-Wert (no observable effect level) bezeichnet. Der NOEL-Wert aus den Tierversuchen beträgt 1 ng TE/kg KG und Tag (KG = Körpergewicht). Unter Berücksichtigung eines Sicherheitsfaktors von 100 bzw. 1000 wird dieser als TDI-Wert auf den Menschen übertragen. Der TDI-Wert für den Menschen beträgt demnach 1 bis 10 pg TE*/kg KG und Tag (nach WHO* und BGA*).

TE (Toxizitätsäquivalente): Die akute und chronische Toxizität der Vielzahl an Einzelverbindungen, die meist zusammenfassend als "Dioxine" bezeichnet werden, ist sehr unterschiedlich und kann bis zu einem Faktor von 10 000 variieren. Zur Abschätzung der Toxizität* von Kongenerengemischen polychlorierter Dibenzodioxine und -furane wurden Toxizitätsäquivalenzfaktoren (TEF) eingeführt, wobei dem 2,3,7,8-TCDD* als Vertreter mit der höchsten Giftigkeit ein TEF von 1 zugeordnet wurde. Für die toxikologisch wichtigsten Kongenere*, die mindestens in 2,3,7,8-Stellung mit Chlor substituiert sind, wurde die relative Wirkungsintensität im Vergleich zu 2,3,7,8-TCDD* ermittelt und entsprechende TEF festgelegt.
Die Toxizität eines Gemisches kann somit grob abgeschätzt werden, indem die Konzentration der einzelnen Kongenere mit dem zugehörigen TEF multipliziert und anschließend die Summe gebildet wird. Das Ergebnis in Toxizitätsäquivalenten (TE) stellt dann angenähert das Risikopotenzial dar. Leider haben sich unterschiedliche Bewertungen entwickelt, so dass es Toxizitätsäquivalenzfaktoren nach BGA*, EPA*, NATO/CCMS* und anderen Organisationen gibt. In Deutschland sollten möglichst nur die TE nach BGA* oder die internationalen TE (I-TE) Anwendung finden.

TRGS: Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) geben den Stand der sicherheitstechnischen, arbeitsmedizinischen, hygienischen sowie arbeitswissenschaftlichen Anforderungen an Gefahrstoffe hinsichtlich Inverkehrbringen und Umgang wieder. Sie werden vom Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) aufgestellt und von ihm der Entwicklung entsprechend angepasst. Die TRGS werden vom Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung im Bundesarbeitsblatt bekannt gegeben.

TRK – Technische Richtkonzentration: Für eine Reihe krebserzeugender und erbgutverändernder Arbeitsstoffe können MAK-Werte* nicht ermittelt werden. Die Gründe dafür liegen darin, dass sich Krebs erst nach Jahren und unter Umständen erst in künftigen Generationen manifestiert. Absolute Wirkungsgrenzkonzentrationen lassen sich in Tierversuchen grundsätzlich nicht ermitteln und auf den Menschen übertragen.
Da bestimmte krebserzeugende Stoffe technisch unvermeidbar sind und Expositionen gegenüber diesen Stoffen nicht ausgeschlossen werden können, ist es notwendig, hierfür Richtwerte (Technische Richtkonzentrationen, TRK) zu schaffen, um die notwendigen Arbeitsschutzmaßnahmen treffen zu können.

W

WHO: World Health Organization (Weltgesundheitsorganisation)